Ausstellung

Vom 17. Juni 2016 bis zum 1. Januar 2017 organisiert die belgische Provinz Ostflandern im Genter Kulturzentrum Caermersklooster die Ausstellung ‘Für Gott & das Liebe Geld. Flanderns Goldene Zeit'. Meisterwerke und seltene Kunstjuwelen nehmen die Besucher mit auf eine Reise durch das faszinierende Mittelalter. Eine Kombination, die eine umfassende Kulturgeschichte erzählt. Eine Geschichte bei der man die reiche Vergangenheit des heutigen Flanderns nachleben kann, wobei diese auf erfrischende Weise unter einem neuen Blickwinkel erzählt wird.

Das Goldene Zeitalter der Südlichen Niederlande
Die Besucher tauchen ein in die Blütezeit des 15. und 16. Jahrhunderts. Die Schifffahrt verschiebt Grenzen. Der Handel erreicht bisher ungekannt Dimensionen. Die Grundlagen für die doppelte Buchführung werden gelegt. Nach dem Vorbild der Börse in Brügge werden mehrere Handelsniederlassungen eröffnet. Handel und Unternehmertum sorgen dafür, dass diese Gemeinschaften sich zu wirtschaftlichen Machtzentren mit einem blühenden Kunsthandwerk entwickeln. Künstlerische Produkte aus Flandern und dem Brabant erobern den Weltmarkt. Gemälde, Bilder, Wandteppiche, Altaraufsätze, illustrierte Handschriften … begehrte Güter, die leidenschaftlich exportiert werden. Kunst aus den Niederlanden wird zu einem Gütesiegel, einem internationalen Standard. Mit anderen Worten befinden wir uns mitten im Goldenen Zeitalter der Südlichen Niederlande. Hier haben die modernen Niederlande ihre Wurzeln.

Meisterwerke und seltene Kunstjuwelen
Die ausgestellte Sammlung von Werken stammen aus dem späten Mittelalter und der frühen Renaissance. Neben Gemälden sind auch Gebrauchsgegenstände aus dieser Zeit zu sehen. Die Sammlung wurde zusammengestellt aus Leihgaben von renommierten belgischen Museen, Archiven, Bibliotheken und Privatkollektionen. Unter anderem umfasst die Ausstellung ein paar Meisterwerke, die Teil des kulturellen Erbes Belgiens sind. Und es sind ein paar Stücke dabei, die zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert werden. Eine einmalige Gelegenheit, um diese Werke zu bewundern. Die Ausstellung läuft bis zum 1. Januar 2017. Machen Sie sich deshalb schnell auf den Weg.

Frans Verbeeck, Der Narrenhandel, ca. 1550
Öl auf Leinwand, 135 x 188 cm
The Phoebus Foundation

Sebastiaen Vrancx, Marktszene, ca. 1600
Öl auf Holz, 84 x 143 cm
The Phoebus Foundation

Unternehmertum ist der Schlüssel
Unsere heutige Welt hat ihre Wurzeln im Mittelalter. Ab etwa 1200 entwickelt sich in der heute als Flandern bezeichneten Region eine neue Art von Mensch. Ein praktischer, innovativer, unternehmerischer Mensch. Ein kritischer Mensch, der sich traut, Fragen zu stellen zum aktuellen Geschehen. Dank seines unternehmerischen Spürsinns wird er vermögend und es geht ihm gut.
Es gibt unübersehbare Parallelen zwischen den Unternehmern von heute und von früher. Das spiegelt sich auch im Aufbau der Ausstellung wider. Entdecken Sie die Faktoren, die zur Entwicklung des Unternehmertums geführt haben, und finden Sie zudem heraus, welche dieser Faktoren auch heute noch eine Rolle spielen. Mit Sicherheit viel Stoff für eine engagierte Diskussion darüber, wie wir Menschen Wachstum erzeugen.

Nachleben
Der szenische Aufbau sowie der Einsatz von Multimedia und Bildprojektionen sind eine absolute Neuheit. Mit Sicherheit etwas ganz anderes als das, was Sie von anderen Ausstellungen gewohnt sind. Lassen Sie sich überraschen.


“Tolle Räumlichkeiten, eine fantastische Gestaltung und eine lehrreiche Audiotour. Dazu kommt eine interessant erzählte Geschichte, wo auf intelligente Weise ein Bogen gespannt wird von der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Mit anderen Worten: äußerst gelungen!”

 

 

 

 

Anonym, Habsburg Galley and Other Ships, ca. 1545-1550
Öl auf Holz, 31 x 51 cm
The Phoebus Foundation